Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
für den Handel mit Used Cooking Oil (UCO) (B2B)
§1 Geltungsbereich
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen der RDF Processing UG, Wiedenbrücker Straße 30, 33449 Langenberg Deutschland (nachfolgend „Verkäufer“)und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“).
- Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen (B2B).
- Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, ihrer Geltung wurde ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
§2 Vertragsabschluss
- Der Verkauf erfolgt ausschließlich auf Grundlage individueller Anfragen per E-Mail, Telefon oder sonstiger direkter Kommunikation.
- Angebote des Verkäufers sind freibleibend und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind.
- Ein Vertrag kommt erst durch schriftliche Auftragsbestätigung oder durch tatsächliche Lieferung zustande.
§3 Vertragsgegenstand
- Vertragsgegenstand ist der Handel mit gebrauchtem Pflanzenöl (Used Cooking Oil – UCO).
- Das gehandelte UCO stellt keinen Abfall dar, sondern ein Produkt bzw. Rohstoff zur Weiterverarbeitung.
- Die Ware ist zertifiziert. Maßgeblich sind die im jeweiligen Angebot genannten Spezifikationen und Qualitätsparameter.
- Maßgeblich für die Abrechnung sind die bei Abholung oder Lieferung festgestellten Mengen (Liter oder Kilogramm), insbesondere anhand von Wiegescheinen oder Messprotokollen.
§4 Preise und Zahlungsbedingungen
- Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern anwendbar.
- Die Rechnungsstellung erfolgt auf Grundlage der tatsächlich festgestellten Menge.
- Zahlungsziel ist 14 Tage nach Abholung bzw. Lieferung und Rechnungsstellung, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
- Zahlungen erfolgen grundsätzlich in Euro (EUR).Bei internationalen Geschäften kann eine Zahlung in USD oder der jeweils vereinbarten Landeswährung erfolgen.
- Bei Zahlungsverzug ist der Verkäufer berechtigt, gesetzliche Verzugszinsen gemäß § 288 BGB zu berechnen.
§5 Lieferung und Gefahrenübergang
- Sofern nicht anders vereinbart, organisiert der Kunde den Transport (Abholung).
- Mit Übergabe der Ware an den Abholer oder Spediteur geht die Gefahr des zufälligen Untergangs oder der Verschlechterung auf den Kunden über.
- Erfolgt die Lieferung durch den Verkäufer oder eine von ihm beauftragte Spedition, geht die Gefahr mit Übergabe an den Spediteur über, sofern nichts anderes schriftlich vereinbart wurde.
- Liefertermine sind nur verbindlich, wenn sie ausdrücklich schriftlich bestätigt wurden.
§6 Eigentumsvorbehalt
- Die gelieferte Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung sämtlicher Forderungen aus der Geschäftsbeziehung Eigentum des Verkäufers.
- Der Kunde ist berechtigt, die Ware im ordentlichen Geschäftsgang weiterzuverarbeiten oder weiterzuverkaufen.Forderungen aus der Weiterveräußerung werden bereits jetzt an den Verkäufer in Höhe des Rechnungsbetrages abgetreten.
§7 Gewährleistung
- Der Kunde ist verpflichtet, die Ware unverzüglich nach Erhalt zu prüfen und etwaige Mängel schriftlich anzuzeigen.
- Offensichtliche Mängel sind innerhalb von 5 Werktagen schriftlich zu rügen.
- Bei berechtigten Mängeln ist der Verkäufer zunächst zur Nacherfüllung berechtigt.
- Die Gewährleistungsfrist beträgt 12 Monate ab Gefahrübergang.
§8 Haftung
- Der Verkäufer haftet unbeschränkt bei:
- Vorsatz
- grober Fahrlässigkeit
- Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit
- Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Verkäufer nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), jedoch begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
- Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen.
- Die Haftungsbegrenzungen gelten nicht, soweit zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen.
- Der Verkäufer unterhält eine Unternehmenshaftpflichtversicherung.
§9 Höhere Gewalt
- Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, Streiks, behördliche Maßnahmen, Import-/Exportbeschränkungen, Krieg, Pandemien) entbinden den Verkäufer für die Dauer der Störung von seinen Leistungspflichten.
- Schadensersatzansprüche sind insoweit ausgeschlossen.
§10 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
- Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus der Geschäftsbeziehung ist der Sitz des Verkäufers im Kreis Gütersloh, sofern der Kunde Kaufmann ist.
§11 Datenschutz
- Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
- Personenbezogene Daten werden ausschließlich zur Vertragsabwicklung und Bearbeitung von Anfragen verwendet.
- Weitere Informationen sind der gesonderten Datenschutzerklärung auf der Website zu entnehmen.
§12 Schlussbestimmungen
- Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
- Änderungen oder Ergänzungen bedürfen der Schriftform.
